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München, die Siedlung bei den Mönchen, hatte vermutlich von Beginn an eine Kirche und unbestritten ist, dass Sankt Peter die älteste Pfarrkirche Münchens ist. Der 'Alte Peter' (Petersplatz 1) steht seit eh und je auf dem Petersbergl, der einzigen kleinen Erhebung in der Münchner Altstadt. 

 

Von diesem Bauplatz (erbaut auf dem Fels = Petrus) hat die Münchner Ur-Kirche ihren Namen. Zwar wurde der damals noch gar nicht so alte Peter erst 1225 schriftlich erwähnt, dennoch weiß man, dass die Kirche bereits kurz nach der Gründung Münchens bestanden haben muss. Einer Urkunde ist zu entnehmen, dass um 1167 Heribort decanus de Munichen als Siedlungspfarrer tätig war. Da die Frauenkirche erst ein gutes Jahrhundert später zur zweiten Pfarrkirche ernannt wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass Heribort damals die Messe im 'Alten Peter' las. Heribort war 1168 parallel in seiner Pfarrei in Feldmoching tätig und hatte die Betreuung der Peterskirche in dem damals noch sehr kleinen Siedlung zusätzlich übernommen. Gute zwei Stunden dauerte der Weg jeweils bis Heribort sich zu Fuß von Feldmoching Richtung Süden zu der neuen Siedlung forum apud Munichen aufmachte.

 

Munichen entwickelte sich durch den Handel in friedlicher Nachbarschaft zum Bistum Freising prächtig und bereits 1173 existiert ein Festungswall in Höhe von 1,70 bis 2,00 Meter. Einige Jahre später wird dieser Wall zur Stadtmauer ausgebaut. Die Festungsanlage wird von einem Wassergraben umgeben, der aus den Bächen der Isar gespeisst wird. 1174 wir Ortolf urkundlich als Aufseher über die "Mauer" (murus) erwähnt (Ortolf welcher der Mauer vorsteht). Da ziemlich sicher ist, dass damals noch keine steinerne Stadtmauer bestand, wird Ortolf ein welfischer Ministeriale (also ein Ritter) gewesen sein, der die Burgmauer des 'Alten Hofes' geschützt hatte.

 

Nachgewiesen ist die 'Alte Veste' zwar erst als ehemalige Kaiserresidenz Ludwigs des Bayern, der 1294 Herzog von Oberbayern wurde. Ausgrabungen lassen vermuten, dass sich bereits 1180 an der heutigen Stelle eine steinernes Haus, die "Heinrichsburg" befand. Diese Burg (mit eingefüllten Isarkieseln) wurde dann nur ein paar Jahre/Jahrzehnte nach der Erbauung in den nordöstlichen, ersten Stadtmauerring integriert. 

 

Das Gebiet der damaligen "Heinrichsstadt" umfasste in seinen Anfängen lediglich 17 ha und wurde schon zu Beginn von einigen Hundert später bis zu 2.500 Personen besiedelt.  Die Fuhrleute kamen aus dem Osten, fuhren über die steinerne Salzbrücke (die bei der heutigen Ludwigbrücke und dem deutschen Museum stand) und kamen durch das "Untere Tor" (porta inferior - dem heutigen Alten Rathausturm) nach Munichen.

 

Heribort und Ortolf zwei Münchner der ersten Stunde

1167 bis 1175 n.Chr.

Ortolf, Aufseher über die "Mauer", ein welfischer Ministeriale am 'Alten Hof' um 1170

Bild vom Munichkindl-Team

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