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1180 fordert Bischof Adalbert von Freising die Revision des Augsburger Schiedsspruches und bekommt Recht. Im Regensburger Schied ist urkundlich festgehalten, dass Heinrich der Löwe im Sommer 1180 auf dem Reichstag zu Regensburg von Kaiser Barbarossa die gewährten Rechte entzogen bekam und der Zoll und die Einnahmen vom Markt München dem Freisinger Bischof voll zugesprochen wurden. Im September des gleichen Jahres wird Heinrich das Herzogtum Baiern entzogen und an seinen ehemaligen Vertrauten Pfalzgraf Otto I. von Wittelsbach belehnt.

 

Damit wird mit Otto I. erstmalig ein Wittelsbacher Herzog von Baiern. Herzog Otto I. residierte mit seiner Gemahlin in einer Befestigungsanlage auf „monte Wartenberc“ am Ostrand der Münchener Schotterebene (zwischen dem heutigen Flughafen und Erding). Mit dem Wittelsbacher wurden wieder häufiger Landtage in Baiern abgehalten und Herzog Otto I. saß auch selbst zu Gericht, so dass die Regierungstätigkeit einen Neuanfang für Baiern bedeutete.

 

Nachdem Heinrich der Löwe durch mehrerer Fürsten gestürzt wurde, wird er 1182 ins Exil nach Südengland geschickt. Im Sommer 1182 begibt sich Heinrich mit seiner Frau Mathilde, seinen beiden Söhnen und seiner Tochter sowie ein paar Getreuen in die Verbannung zu seinem Schwiegervater in die Normandie. Im Herbst 1182 unternimmt er eine auferlegte Bußwallfahrt nach Santiago de Compostella. Ab Weihnachten 1182 weilte Heinrich der Löwe dann mit seinem Hof beim englischen König (Heinrichs II.).

 

Als Herzog Ottos I. von Wittelsbach 1183 starb, hoffte Heinrich sein altes Herzogtum Baiern wieder zurück zu erhalten. Doch auf dem Mainzer Hoftag, zu dem Heinrich anreisen durfte, wurde das baierische Herzogtum schließlich an Ottos Sohn Ludwig I., genannt Ludwig der Kelheimer, vergeben.

 

1185 durfte Heinricus wieder nach Braunschweig zurückkehren, wo er zehn Jahre später verstarb.

Ein Wittelsbacher wird Heinrichs Nachfolger

1180 bis 1195 n.Chr.

Abbildung:

Pfalzgraf Otto I. von Wittelsbach major, der spätere Herzog Otto I. von Wittelsbach war "des perfiden und feindseeligen Vaters nicht unähnlicher Nachfolger, übertrifft (jedoch) alle seine Vorfahren an Bösartigkeit..."

Links: Kupferstich etwa 1650, Urheber unbekannt

Mittig: Otto Magnus Wittelspacensis, Tafelbild des Scheyerner Fürstenzyklus 1625, Urheber unbekannt

Unten: Entstehungsdatum und Urheber unbekannt

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