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München im Barock

Münchner Kanalsystem - vom Hofgarten und von Nymphenburg nach Schleissheim 

1589 bis 1728 n. Chr.

 

1598 läßt Herzog Wilhelm V. in der Schwaige Schleissheim, einer einsamen Moorgegend, den "Wilhelmsbau" als schlichtes Herrenhaus errichten.

 

Altes Schloss Schleissheim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung: 1687 Kupferstich aus Anton Wilhelm Ertls "Kur-Baierischem Atlas" 

 

Ab 1617 ließ Herzog Maximilian den "Wilhelmsbau" in ein Landschloss im Stil der Villenarchitektur des oberitalienischen Veneto umbauen.

 

Neues Schloss Schleissheim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung: 1722, Kupferstich Altes und Neues Schloss Schleissheim nach Mathias Disel
 

Unter dem blauen Kurfürst Max Emanuel wurde das Alte Schloss seines Vorgängers um das Neue Schloss, einer pompösen Residenz des Absolutismus erweitert.

Ab 1689 wurde mit dem Bau von Zier- und Nutzkanälen für den Hofgarten begonnen. Hierzu wurde ein ganzes System von Zubringerkanälen angelegt. Das Schloss Schleissheim wurde anfänglich über einen Zubringer vom Schwabinger Bach von der Isar her bewässert. Auch von der Würm gab es Zubringerkanäle nach Schleissheim.

 

Anfang des 18. Jahrhunderts ließ der blaue Kurfürst, Max Emanuel, eine direkte Verbindung zwischen der Münchner Residenz und Schleissheim anlegen. Da an diesem direkten Kanal u.a. auch "Beutetürken" beschäftigt waren, wurde er "Türkengraben" genannt und da die geradlinige Verlängerung der "nouveau canal de Schleissheim" nie fertiggestellt wurde, hatte man schließlich auch den Türkengraben (die heutige Türkenstraße) wieder zugeschüttet.

 

Abbildung: Historische Karte der Zubringerkanäle adaptiert und vereinfacht übernommen von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen

Stadtgeschichte München
Munichkindl, Max Emanuel von Bayern, Blauer Kurfürst

Historische Kanalkarte mit Overlayer des heutigen Münchnes